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Erneuerbare Energien

Seit der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) nimmt die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe beständig an Bedeutung zu.

Allgemeines zu Erneuerbaren Energien

Der Gesetzgeber hat die Vergütungsbedingungen für Erneuerbare Energien verändert und somit einen Anreiz für den Einsatz neuartiger Technologien geschaffen.

Dennoch ist die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen von weiteren Parametern abhängig:

  • Anlagentechnik
  • Standortwahl
  • Einsatzstoffe
  • Fördermöglichkeiten
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Energieverwendung

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Kraftstoffe

Bioethanol:

  • entsteht durch Gärung aus Biomasse (zuckerhaltige, stärkehaltige Pflanzen), anschließend Destillation und Filtration
  • Anwendung: Beimischung in Ottokraftstoffen (5–10 %)

Biodiesel:

  • entsteht durch Veresterung (chemische Reaktion) aus Biomasse (Pflanzenöl)
  • Anwendung als Ersatz für mineralischen Dieselkraftstoff

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Holzbrennstoffe

  • gelten als CO2-neutral
  • verursachen hohe Staub-, CO-, NOX-, SO2-Emissionen
  • Heizwerte:
    • 2,0 kWh/kg bei 55 % Feuchte – waldfrisch
    • 3,4 kWh/kg bei 30 % Feuchte – einen Sommer gelagert
    • 4,0 kWh/kg bei 20 % Feuchte – zwei Jahre gelagert

Holzpellets:

  • getrocknetes, naturbelassenes und gepresstes Restholz aus der Holzverarbeitung (Sägemehl, Hobelspäne) zu stäbchenförmigen Pellets gepresst
  • Heizwert: 4,9 kWh/kg

Holzhackschnitzel:

  • zerkleinertes Rest- und Schwachholz, Rinde, unbehandeltes und unbelastetes Altholz (Hackgut)
  • Heizwert ist abhängig von Restfeuchte und Holzart (siehe Holzbrennstoffe)

Holzscheite:

  • bestehen aus Bäumen und Baumstammteilen, die nicht in der holzverarbeitenden Industrie genutzt werden können
  • Scheite haben normalerweise einen Durchmesser von mehr als 14 cm und eine Länge von 30 bis 100 cm
  • Heizwert ist abhängig von Restfeuchte und Holzart (siehe Holzbrennstoffe)

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Geothermie

Oberflächennahe Geothermie:

  • Nutzung von Wärmequellen z.B. Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden und Grundwasserbrunnen im oberen (zugänglichen) Teil der Erdkruste
  • zum Heizen und Kühlen von einzelnen Gebäuden (oder Gebäudekomplexen), meist als Wärmepumpenheizung
  • tageszeitlich, saisonal und vom Klima unabhängige Energiequelle

Tiefengeothermie:

  • die Tiefengeothermie bietet die Möglichkeit von größer dimensionierten Energieversorgungsprojekten inklusive der Produktion von elektrischer Energie
  • unter geologischen Bedingungen kann Thermalwasser aus wasserführenden Schichten (Aquiferen) genutzt werden
  • an ausgewählten Standorten kann ab 4.000 m Tiefe auf ausreichende Temperaturen und Wassermengen gestoßen werden

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Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

  • KWK-Anlagen sind Energieumwandlungsanlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Beispiele: Blockheizkraftwerke (BHKW), Gas- und Dampfturbinen und Brennstoffzellen
  • je nach Anlagentyp können folgende Energieträger eingesetzt werden: Biogas, Klärgas, Deponiegas, Pflanzenöl, Holz, Bioethanol, Siedlungsabfälle (Müllverbrennung und Deponiegas), Wasserstoff sowie Solar- und Geothermie

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Solarthermie

  • aktive Nutzung: konstruierte Absorberflächen (Sonnenkollektoren) sammeln Sonnenwärme und transportieren diese mit Hilfe eines Mediums z.B. zu einem Wärmespeicher
  • passive Nutzung: Ausrichtung des Hauses bzw. der Architektur an der Sonneneinstrahlung sowie dem überlegten Einsatz von wärmespeichernden und wärmedämmenden Materialien
  • Richtwerte: für Warmwasserbereitung ca. 1–1,5 qm/Person für Warmwasser & Heizungsunterstützung ca. 2,5 qm/Person

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