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So kommt das Erdgas nach Südsachsen

Erdgas wird vom Förderland bis zum Verbraucher in der Regel über große Entfernungen transportiert. In modernen Leitungssystemen sind auch mehr als 5.000 Kilometer kein Problem.

Internationale Pipelines sind bis zu 1,4 Meter dick. Auf dem Landweg werden die Leitungen mit einem Druck von bis zu 100 bar betrieben. Leitungen auf dem Meeresgrund vertragen bis zu 200 bar.

Als Mitte der sechziger Jahre die niederländischen Erdgaslieferungen begannen, waren in Westeuropa nur relativ geringe Entfernungen von etwa 200 Kilometern zu überwinden. 1973 wurde dann zum ersten Mal Erdgas über eine Strecke von 1.800 Kilometern aus der damaligen UdSSR nach (West-)Deutschland geliefert.

Das Pipelinesystem zwischen Mitteleuropa und den westsibirischen Abbaugebieten ist sogar rund 5.500 Kilometer lang. Auch die Unterwasserleitungen haben sich bewährt. Bereits seit 1977 wird Erdgas aus dem norwegischen Ekofisk-Gebiet in der Nordsee über 440 Kilometer nach Deutschland geleitet.

Erdgas kann auch verschifft werden. In unmittelbarer Nähe der Verladehäfen wird Erdgas dafür auf rund minus 160 Grad Celsius abgekühlt. Dabei verflüssigt es sich und benötigt nur noch etwa ein Sechshundertstel seines vorherigen Volumens. Das Flüssigerdgas wird in speziellen Tankschiffen transportiert, im Zielhafen entladen, wieder erwärmt und gasförmig in das Erdgasleitungssystem eingespeist.

In Deutschland wird Erdgas durch überregionale und regionale Verbundnetze zum Verbraucher transportiert. Bei uns ist es das Leitungsnetz der Erdgas Südsachsen. Der Druck wird über Regelanlagen gesteuert, die zwischen den einzelnen Transport- und Verteilungsdruckstufen installiert sind.