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08.02.2010
Beteiligung der Erdgas Südsachsen auf Wachstumskurs
Kaum haben rund 50 kommunale Energieversorger, darunter auch die Erdgas Südsachsen GmbH, die Thüga Aktiengesellschaft aus München gekauft und damit aus dem E.ON Konzern gelöst, meldet das Unternehmen erste Erfolge.
Erdgas Südsachsen ist über das Konsortium KOM9 an der Thüga AG beiteiligt.
Seit wenigen Tagen ist Thüga Minderheitsgesellschafter der WEMAG, einem in Mecklenburg-Vorpommern beheimateten Regionalversorger mit Sitz in Schwerin. Thüga ist dort mit 25,1 Prozent beteiligt, den restlichen Kapitalanteil hält ein kommunaler Zweckverband. Das Unternehmen versorgt mit knapp 500 Mitarbeitern etwa 150.000 Menschen in der Region mit Strom und teilweise auch mit Erdgas.
Das ist die erste Neuakquisition der Thüga seit 2003. Aus kartellrechtlichen Gründen war es dem Unternehmen in der Vergangenheit verwehrt, sich an weiteren Energieversorgern zu beteiligen. „Das Wachstum der Thüga-Gruppe bringt für uns als Gesellschafter finanzielle Vorteile“, so Reiner Gebhardt, Sprecher der Geschäftsführung der Erdgas Südsachsen. Durch die Überkreuzbeteiligung – Thüga ist mit 49 Prozent an der Erdgas Südsachsen beteiligt – fließt ein Betrag in die Region zurück, der über die Finanzierungskosten hinausgeht. Bisher hatte der E.ON Konzern von den Ergebnissen der Thüga profitiert.
Erdgas Südsachsen sieht ihr Engagement bei der Thüga aber nicht nur als Finanzbeteiligung, sondern will mit der Thüga die Energiemärkte mit gestalten. Der führende kommunale Energiedienstleister in Südsachsen gehört seit 1991 zur Thüga-Gruppe – der deutschlandweit größten Energiegruppe kommunaler Energieversorger. „Die Partnerschaft mit der Thüga bietet unserem Unternehmen zum Beispiel Vorteile im Bereich der Energiebeschaffung. Diese Vorteile werden durch eine wachsende Gruppe noch verstärkt“, so Gebhardt.
Nach Aussagen der Thüga haben sich in den letzten Monaten viele Städte gemeldet, die sich für Thüga als Kapitalpartner interessieren. Hintergrund ist, dass zahlreiche Stadtwerke vor einer Konsolidierungsphase stehen und eine strategische Partnerschaft in Erwägung ziehen.
Über Erdgas Südsachsen
Die Erdgas Südsachsen GmbH ist der führende kommunale Energiedienstleister in der Landesdirektion Chemnitz. Das Unternehmen versorgt rund 150.000 Haushalts- und Gewerbekunden mit Erdgas, Strom und Wärme. Erdgas Südsachsen liegt mehrheitlich in kommunaler Hand. Mit 51 Prozent ist der Zweckverband „Gasversorgung in Südsachsen“ an Erdgas Südsachsen beteiligt, ein Zusammenschluss von 126 Städten und Gemeinden. Die Thüga AG München hält 49 Prozent. Erdgas Südsachsen ist über das Konsortium KOM9 an der Thüga beteiligt und sichert damit weitere Wertschöpfung vor Ort. Am Hauptsitz Chemnitz und in acht weiteren Betriebsstellen erwirtschaften rund 400 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 362 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2008). Über 80 Prozent der Wertschöpfung fließen in die von Erdgas Südsachsen versorgten Kommunen zurück. Der regionale Energiedienstleister engagiert sich für die Jugend, den Sport und die Kultur im angestammten Versorgungsgebiet.
Über Thüga
Die Thüga Aktiengesellschaft wurde 1867 in Gotha als Thüringer Gasgesellschaft gegründet und ist heute Kern des deutschlandweit größten kommunalen Netzwerks lokaler und regionaler Energieversorger, die gesellschaftsrechtlich miteinander verbunden sind. Thüga ist in 12 Bundesländern an 90 Unternehmen beteiligt. Insgesamt arbeiten 19.200 Mitarbeiter in der Thüga-Gruppe. Diese versorgen über 3,5 Millionen Kunden mit Strom, knapp 3 Millionen mit Erdgas und rund 1 Million Kunden mit Trinkwasser. In der Thüga-Gruppe sind die Rollen klar verteilt: Die Partner sorgen für die aktive Marktbearbeitung mit ihren lokalen und regionalen Marken. Die Thüga ist mit Netzwerkfunktionen beauftragt: Gewinnung neuer Partner, Koordination und Moderation von Projekten sowie Steuerung der Zusammenarbeit.

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